Die geschichte des Kaffees

by Super User
in General
on 27 Dezember, 2012

Entdeckung

Wie die Menschen den Kaffee entdeckten ist bis heute ein ungeklärtes Rätsel.Es ranken sich nur noch unterschiedliche Legenden um die ersten Kaffeenutzungen, doch alle spielen im heutigen Äthiopien, in der Provinz Kaffa. In der wohl bekanntesten Legende, wird der Kaffee von einem Mönch entdeckt, der Scha­fe beobachtet hatte, weil sie sonderbar lebhaft waren und spät Ruhe fanden. Die Hirten in Kaffa beklagten sich, weil ihre Tiere keine Anzeichen von Müdigkeit zeigten. Der Mönch ging dem Rätsel nach und fand nach längere Suche eine, ihm unbekannte, Pflanze, welche dunkelgrün war und an der rote, grüne und gelbe kirschähnliche Früchte hingen. Aus purer Neugier braute sich der Mann, aus den Beeren, einen Trank zusammen und stellte fest, dass seine Müdigkeit schwand.

Auch wenn der Kaffeebaum in dieser Legende erstmals aufgegriffen wird, existiert er natürlich schon länger. Die Region Kaffa, die in den Legenden vorkommt, ist aber mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit die Heimat des Kaffees.

 
Namensgebung 
Zunächst könnte der Name „Kaffee“ natürlich aus seiner Heimatprovinz „Kaffa“ kommen, doch es gibt auch andere Theorien.
Das Begriff Kaffee, könnte sich auch von dem altarabischen Wort „quhwah“ ableiten. „Quhwah“ bedeutet Wein, dieses Getränk war den Muslimen aber verboten, weil es Alkohol enthielt.
Als der Kaffee dann den Wein, mit seiner anregenden Wirkung, ersetzte, wurde er nach dem verbotenem Getränk benannt und wurde auf diese Weise zum Wein des Islams.
 
Erstmals wird der Kaffee, in den Schriften des berühmten Heilkundigen Ibn Sina, unter der Bezeichnung „Bunchum“, schriftlich erwähnt. Er erkannte im 11. Jahrhundert die stimulierende Wirkung der Pflanze.
 
Die Verbreitung des Kaffees in der Welt
In der Mitte des 15. Jahrhunderts kam der Kaffee in Arabien an, ob man ihn aus medizinischen Gründen oder zum Genuss trank, ist unklar.
Die weitere Verbreitung fand dann durch die Türken statt, denn sie eroberten nahezu alle Kaffeeanbaugebiete, deswegen nennt man den Kaffee bis heute noch teilweise den „Türkentrank“.
Noch im selben Jahrhundert fingen die Osmanen an, den Kaffee in jedem Teil ihres Herrschaftsgebiets zu verbreiten, welches sehr groß war, denn es reichte bis zum südöstlichen Europa. Kurz darauf eröffnete 1554, in Konstantinopel, das erste Kaffeehaus.
 
Im 17. Jahrhundert blühte der Kaffeehandel auf. Kaffee wurde nun Säckeweise nach Europa transportiert, nachdem es zuvor nur als Souvenir seinen Weg aus den arabischen Staaten fand. Das „braune Gold“ traf in großen Hafenstädten ein wie Amsterdam, Venedig, Hamburg und London, dort wurde es zum Getränk der Reichen.
Erst als der Kaffee billiger wurde, konnte er sich auch in den anderen Gesellschaftsschichten durchsetzen und schon bald diskutierte jeder bei einer Tasse des bitteren Getränks.

Die Entstehung der Kaffeesteuer 
Im Jahr 1768 stellte der König von Preußen, Friedrich der Große, das Kaffeetrinken unter Strafe, weil er die aufrührerische Wirkung des Getränks fürchtete.
Mittlerweile war der Kaffee aber schon ein sehr wichtiges Handelsgut geworden und das Verbot wurde abgeschafft, allerdings erfand man ein wirtschaftlich tragfähigeres, lukrativeres System. Der Handel mit Kaffee wurde mit Einfuhrzöllen und Steuern belegt.